Resteverwertung leicht gemacht

Häufig werde ich gefragt, was man mit diesem oder jenem Rest der kulinarischen Ergüsse denn noch alles anstellen könnte, um es nicht wegwerfen zu müssen. Heute und als Erstes: Kartoffelpüree:

Kartoffelpüree ist als Rest, viele werden es nicht glauben, noch sehr vielseitig verwendbar. Der Klassiker aus Großmutters Küche ist noch, dass bereits kalte Püree zu Medaillons zu formen, mit Mehl, Ei und Paniermehl zu panieren und in Butterschmalz anzubraten. Gibt somit eine prima Beilage für das nächste Essen, könnte man schon fast Macairekartoffeln nennen.

Mit Gemüse (nach Wahl), etwas Ei und Speck oder Schinken vermischt und kurz angebraten gibt es noch prima Taler, die mit Käsesauce wunderbar schmecken. Das Nonplusultra sind dann noch frische gehackte Kräuter, die in die Kartoffelmasse gerührt werden, hier empfiehlt sich Majoran, Rosmarin, Petersilie, Schnittlauch und Estragon. Aufgepeppt mit angeschwitzten Zwiebelwürfeln oder auch Knoblauch wird es noch richtig Herzhaft.

Eine weitere Verwendung ist die Möglichkeit, es mit Gemüsebrühe und/oder Milch und Sahne „gestreckt“ als Kartoffelsuppe zu verwenden. Auch hier sind Gemüse wie Möhren, Lauch und frische Kräuter eine schöne Verfeinerung. Speck macht das Ganze auch hier herzhafter und geschmacklich intensiver. Aber auch das restliche Wiener Würstchen klein geschnitten peppt die Suppe ordentlich auf. Oder die angefangene Packung Salami plündern, diese klein geschnitten zu Streifen und kurz angebraten – einfach lecker.

Gedanken zum Thema

In unserer Wohlstandsgesellschaft ist es undenkbar, hungern zu müssen. Was täglich an Lebensmitteln weggeworfen wird, ist schon eine Schande für sich. Um so wichtiger finde ich, wenn schon übermäßig viel gekocht wurde, dies auch noch zu verwerten. Fast alle Speisen sind als Rest immer noch verwertbar und aus den meisten Resten lässt sich auch ganz schnell und mit wenig Aufwand noch etwas Einfaches und Schmackhaftes zaubern. Davon einmal abgesehen schont es auch gewaltig den Geldbeutel, bedingt auch die Umwelt und gibt außerdem ein prima Gefühl des verantwortungsbewußten Handelns.

Ein Tiefkühlfach hat fast Jeder, und der Großteil der gekochten Speisen lässt sich auch ohne großen Qualitätsverlust einfrieren oder eben auch zeitnah zu wiederverwerten. Für die Aufbewahrung von Resten sollte die Faustregel 3 Tage (gekühlt) sein und maximal 6 Monate für Eingefrorenes. Auf ein gutes Gelingen!

 

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