Obstrest? Her damit!

Was tun mit dem restlichen Obst im Hause? Im Grunde dürfte sich diese Frage überhaupt nicht stellen, da Obst länger gelagert seine ganzen gesunden Inhaltsstoffe verliert. Und zwar nicht nach Wochen, sondern schon nach Tagen gezählt, wenn nicht gar nach Stunden – nach dem Pflücken. Der Anteil an Vitaminen und Enzymen nach der Lagerung ist nur noch gering, so dass man ruhigen Gewissens restliches,  überlagertes Obst verbacken oder verkochen kann.

Im übrigen, handelsübliche Fruchtsäfte werden aus Obst hergestellt,  dass nicht für den Verkauf in Geschäften geeignet ist, also Obst mit Druckstellen, angeschlagen oder mit Fresschäden. Und die Reste bei der Produktion von Dosenfrüchten. Oder was meint ihr, woher der Ananassaft herkommt? Ganz gewiß nicht von ganzen Früchten. Es werden eher die Schalen und Abschnitte ausgepresst, die bei der Herstellung der Dosen-Ananas anfallen.

Und genauso kann man gut und gerne im Haushalt verfahren. Obstreste,  Abschnitte und überlagertes Obst werten auf jeden Fall jeden Braten auf. Nicht nur die Ente a la orange, jede Art von Wild, Schwein, Rind oder Geflügel verträgt eine gewisse menge Fruchtigkeit. Putenfleisch mit Curry und alle möglichen Arten von Südfrüchten ist dabei schon fast als klassisch zu bezeichnen. Die Kartoffelsuppe mit klein gehackten Äpfeln z.b. bekommt eine wunderbare leicht fruchtige Note. Mit frischem Majoran darin wird es perfekt.

Grundsätzlich lässt sich auch jede Art von Obst ganz einfach zu Kompott verkochen,  einfach mit der Zugabe von etwas Zucker – je nach Geschmack – und einem Spritzer Zitronensaft. Leicht abgebunden mit etwas Stärke ist sogar gekühlt noch mindestens eine Woche (abgedeckt) haltbar. Ein einfacheres Dessert gibt es fast gar nicht. Und dabei lässt sich fast jede Art von Obst kombinieren.

Natürlich kann man das Obst auch einkochen / einwecken. Doch da dafür schon jede Menge Rezepte existieren, ganze Bücher sogar, gehe ich nicht gesondert darauf ein.

Im übrigen ist eine einfache, fruchtige Götterspeise einfach aus dem Saft von ausgekochtem und ausgepresstem Obst und mit Stärke gebunden schnell hergestellt und die Grundlage der fabriklichen Herstellung. Nur dass da  mittlerweile nur noch mit Aromen, künstlich oder fast natürlich gearbeitet wird, während „meine“ Version ausschließlich aus natürlichen Zutaten besteht – von der Stärke einmal abgesehen. Ebenso lässt sich jede Art von Fruchtsaft zu Gelee verarbeiten.

Und wie immer gilt die Devise der bestmöglichen Küchenarbeit: ausprobieren geht über studieren. Mengenangaben sind bestenfalls nur als Richtwert zu beachten. Gerade bei „natürlichen “ Zutaten lässt sich einfach nicht aufs Gramm genau genormt arbeiten. Gutes gelingen!

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