Nachgelesen …

Im Allgemeinen halte ich nicht viel von Rezepten, obwohl ich sie täglich nutzen muss. Gelegentlich mal nachsehen, ok. Vor allem bei Gerichten, die nicht alltäglich sind, aber dennoch originalgetreu zubereitet werden müssen.

Daher um so verwunderlicher, dass ich entgegen meiner Gewohnheit doch mir mal ein Kochbuch geleistet habe, dass ich mal ganz kurz (schaun mer mal) anreissen möchte.

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H. Juergen Fahrenkamp
„Wie man eyn teutsches Mannsbild bye Kräfften hält“
© 2012 by Bassermann Verlag
ISBN 978-3-8094-2515-1

Mittelalterküche zum nachlesen und nachschlagen. Nicht nur in Rezepten, sondern auch in der Historie, sprichwörtlich und mit Bildern von Originaltexten versehen. Essgewohnheiten am Tische und verwendete Nahrungsmittel werden ebenso behandelt wie auch natürlich Hintergründe und Unterschiede der Klassen. Sehr faszinierend geschrieben und natürlich für die einfache Masse gut verständlich. Von Suppen über die allgegenwärtige Pastete, über Braten, Fische bis hin zu Süßspeisen, Brote und Lebkuchen ist natürlich alles dabei.

Als Verfechter der einfachen, schnellen und billigen Küche natürlich für mich nur bedingt ein Nachschlagewerk, aber dennoch sind schon Erklärungen darin, die mich wirklich interessieren, wie z.b. selbstgemachter Sauerteig zum Brot backen (Mehl und Wasser!), klassische Würzansätze wie z.b. Verjus-Agraz (säuerlicher Saft aus unreifen Trauben) oder einfache Kuchen oder Mehlgerichte wie Salbeitorte …

Gut gelungenes Buch, aber für mich immer noch zu sehr auf unsere modernen Ernährungsgewohnheiten angepasst, so dass gewisse Dinge immer noch gegoogelt werden müssen. Zumindest lohnenswert, wenn man sich mit der Küchengeschichte befasst. Mahlzeit!

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