Sommerlich leicht

Mal wieder ein Dessert aus dem Hut gezaubert, als es darum ging, Reste loszuwerden auf sinnvolle Weise und ohne viel Abfall. Übrig geblieben sind Birnen, Ingwer und Joghurt. Na, was macht man wohl daraus? Richtig: Leichter Zitronenjoghurt mit Ingwer-Birnen-Kompott. Da ich das Ganze „frei nach Schnauze“ gebastelt hatte, kann ich euch auch keine Mengenangaben geben. Aber frei nach Schnauze ist sowieso immer besser und fordert das kreative Eigenverständis des kleinen Küchen-Einmaleins…

Man nehme … sich ein paar Minuten Zeit. Dazu noch ein paar Birnen, 1 Knolle Ingwer, 1-2 Zitronen, Magerjoghurt, etwas Honig, braunen Rohzucker und etwas Mondamin. Die Birnen – wie gelernt ungeschält – entkernen, Stiel und Blüte ab, waschen und klein schneiden, daumennagelgroß. Den Ingwer dafür schälen wir, und schneiden den ganz klein in Würfelchen, der Fachjargon nennt es Brunoise.
Dann etwas Zucker karamellisieren, Birnen, Ingwer und Honig hinzufügen, mit wenig Wasser aufgießen und mit Mondamin leicht binden, so dass es nicht zu fest wird beim erkalten. Wer damit keine Erfahrung hat, sollte sich an die Zubereitungsempfehlung des Herstellers halten. Doch wie immer in der Küche gilt auch hier – weniger ist manchmal mehr. Es sollte schon Kompott werden und kein Fruchtgelee. Und dann ab damit in den Kühlschrank.

Die Zitronen waschen und bürsten wir ganz ordentlich (wegen Wachs, Pestizide und co), reiben etwas Schale ab und pressen die Frucht danach aus. Saft und Abrieb mit dem Joghurt mischen, restlichen braunen Zucker dazu und ordentlich verrühren. Linksrum natürlich. Wer das nicht kann, auch gern rechtsrum. Das Ganze in Gläschen abfüllen, das inzwischen (hoffentlich) erkaltete Birnen-Ingwer-Kompott oben drauf und wohl bekomms.

Sommerlich leicht, mit Vitamin C und einer leichten scharfen Note, dafür immer noch ein süßes Dessert. Mit ein wenig Säure durch die Zitrone natürlich auch noch super erfrischend…

Zucker verarbeitet sich in Desserts – als kleiner Profitip – am besten, wenn er vorher im Verhältnis 1:1 mit Wasser verkocht wurde und auf ungefähr die Hälfte reduziert. Das Ergebnis nennt sich dann Läuterzucker und ist deswegen so wunderbar anwendbar, da der Zucker im Wasser durch das Kochen schon super gelöst ist und damit nicht mehr knirscht und, natürlich sich besser verteilt. Richtig vereinfacht das Ganze noch das Süßen und abschmecken, wenn man ein wenig Vanille, Zitronen- oder Orangensaft mit verkocht.

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