Thematisiert: Maggi

Maggi als Marke war ein mal ein eigenständiger Konzern, der durch die gleichnamige Würzsauce berühmt wurde und den Köchen und Hausfrauen das Arbeiten erleichtert mit eben dieser Sauce. Heute gehört Maggi zum Nestlé-Konzern.

Maggi ist der Inbegriff für Instantprodukte, Würzmittel generell sowie andere Fertigprodukte. Am bekanntesten ist aber eben dieses kleine Fläschchen, in vielen Küchen zu finden, um ohne großen Aufwand die Faulheit des Koches zu fördern und die Geschmacksnerven auf Glutamat zu trainieren. Ihr ahnt schon, worauf dieses jetzt hinaus läuft? Ja richtig. Für mich als Profi ist dieses Zeug selbstredend und absolut Tabu, ein „NoGo“ in der kulinarischen Welt. Würze kann man auf vielfältigen Wegen erreichen, mein Lieblingsthema dazu sind immer noch selbst hergestellte Würzmischungen, -Pasten und -Öle (siehe Würzöle). Relativ unproblematisch herzustellen und gigantisch in den Möglichkeiten.

Die Inhaltsstoffe von Maggi sind relativ einfach zu benennen: Pflanzenproteine aus Weizen (enzymatisch veredelt),  Mononatriumglutamat, Aromastoffe und Salz. Bayer lässt grüßen. Doch wie diesen Geschmack kompensieren, ohne Zusatzstoffe wie eben Glutamat zu verwenden? Ganz einfach, wie immer ist das Thema in der Hinsicht: frische Kräuter, Würzöle, natürliche Gewürze. 

Und da uns die Natur ein Kraut gegeben hat, dass geschmacklich dem Maggi nahe kommt (eher umgekehrt, Maggi kommt geschmacklich diesem KRaut sehr nah), können wir doch lieber auf den natürlichen Geschmack zurückgreifen, und das sogar einfach und unproblematisch. Das Zauberwort heißt Liebstöckel, im Volksmund auch Maggikraut genannt.

Genutzt werden bevorzugt die Blätter, die sowohl frisch, als auch getrocknet, als auch in Öl haltbar gemacht verwendet werden können. Ebenso die Samen, die getrocknet ein ähnliches Aroma ergeben. In meiner Familie war es damals gang und gäbe, die Wurzeln, gesäubert, geschält und getrocknet, ebenfalls zu verwenden. Meist in dünne Scheiben geschnitten und dann in Eintöpfen, Saucen und Suppen einfach mitgekocht. Getrocknet halten sie fast eine Ewigkeit und sind in der Menge sehr ergiebig. Bei den wurzeln ist jedoch Vorsicht angesagt, sie enthalten Alkylphthalide, die als Droge gelten. Jedoch helfen sollen gegen Harnwegsinfekte.

Nun, was nutzt ihr nun lieber? Die natürliche Variante oder immer noch die einfache, billige, chemische Keule?

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