Saisonal: Kürbis und Suppe

Die Saison beginnt zwar nicht erst jetzt, doch langsam geht es auf die Haupterntezeit bei Kürbis zu und daher dazu einiges Wissenswertes, in Verbindung mit einem Rezept für ein Süppchen. Es wird keine Mühe gescheut, auf geht’s:

Kurz zur Geschichte:

Auch der Kürbis ist kein heimisches Gewächs, sondern eine Importware. Bereits Anfang des 9. Jahrhunderts von Karl dem Großen wurde der in Afrika beheimatete Flaschenkürbis in Europa angebaut (bzw. nicht durch Karl direkt, sondern auf seinen Erlass hin – für die Erbsenzähler angemerkt) – wegen seiner medizinischen Wirkung. Kolumbus brachte uns nicht nur Tabak und Tomaten mit, sondern entdeckte den heute auch oft genutzten, sogenannten Gartenkürbis. Anno domini 1642 kam der Kürbis dann auch nach Europa. Mittlerweile gibt es als die bekannteren Sorten die Zierkürbisse, Zucchinis, den Moschuskürbis, Muskatkürbis und den Hokkaidokürbis aus Japan (der übrigens den aromatischsten Geschmack aufweist). Das amerikanische Thanksgiving ist übrigens auch auf den Kürbis zurückzuführen (siehe Quelle).

 

KuerbisSchon gewußt, dass … ?

Doch wer hätte gewußt, dass der Kürbis zur biologischen Familie der Beerenfrüchte gehört? Also rein technisch gesehen gar kein Gemüse, sondern ein Obst ist? Und wer hätte ausserdem gewußt, dass die Zucchini ebenfalls zu den Kürbissen gehört? Die medizinische Wirkung ist allerdings nicht ganz so stark wie zuerst gedacht. Das Fruchtfleisch wirkt magenberuhigend und hilft bei Verstopfung, Nierenschwäche und Herzbeschwerden. Die Kerne dagegen bei Prostatabeschwerden und Blasenschwäche. Also Männer, ran an den Kürbis, dann klappts auch wieder bei den kleinen Kürbissen …

Kürbis-Ingwer-Kokos-Suppe

Man nehme – sich etwas Zeit. Je nach eigener Geschwindigkeit so ein halbes bis ganzes Stündchen. Dann sollte man sich noch die Freude am kochen nehmen und diese ausleben. Dann noch je nach gewünschter Menge, ich geh jetzt mal von 4 Personen aus, 1 Hokkaido Kürbis, 1-2 Möhren, 1 Zwiebel, einen halben Liter Sahne, etwas Milch, etwas Butter, etwas Mehl, eine Dose Kokosmilch und eine Knolle Ingwer. Der Hokkaido braucht nicht geschält zu werden, der Geschmack sitzt direkt in der Schale. Also nur waschen, halbieren, Kerne und Strunk entfernen und in Stücke schneiden. Die Möhren waschen – Schälen ist auch hier unnötig, wenn die Qualität stimmt (siehe diesen Beitrag zu dem Thema) und ebenso stückeln. Bei der Zwiebel genauso – kleine Würfel sind unnötig, da eh püriert wird. Den Ingwer dagegen schälen und klein würfeln – so verkocht dieser besser und gibt seinen Geschmack in die Suppe.

Nun die Butter in einem anständig und notwendigerweise größeren Topf auslassen, Zwiebeln, Möhren und Ingwer hinzugeben, alles schön anschwitzen. Nun die Kürbiswürfel hinzugeben, kurz mit anschwitzen lassen. Mit Sahne und Milch auzffüllen und 10-15 Minuten köcheln lassen – jedoch mindestens so lange, bis die Möhren weich sind. Diese geben hier Farbton und Geschmack an bei der Suppe. Der Kürbis zerfällt relativ schnell, da er fast nur aus Fruchtfleisch besteht.

Jetzt die Kokosmilch hinzugeben und das ganze mit dem Stabmixer gut durchpürieren, bis keine Stücke mehr erkennbar sind. Je nach gewünschter Konsistenz entweder mit Milch auffüllen oder mit etwas Mehl abbinden. Nein, nicht den Arm – die Suppe natürlich. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und etwas Curry Malabar. Fertig. Dazu ein paar geröstete Kürbiskerne für den Biss – hier kann man die vorher entfernten nutzen. Bon appetit!

 

Quellen:

Kürbisinfo

Gesundheitswissen

 

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2 Kommentare zu Saisonal: Kürbis und Suppe

  1. Pingback: Mal was anderes: Kürbispfanne | Chefkochs Küchentagebuch

  2. Sven sagt:

    Es gibt sooo viele tolle Rezepte 🙂 Eine Kürbissuppe genieße ich am liebsten immer mit ein paar Croutons und einem schönen heißen Tee. Besonders Früchte oder Kamille trinke ich gerne im Herbst und im Winter.
    Aber zu einer Kürbissuppe passt einfach fast jeder Tee 😉

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