Gewürzmet – selbst gemacht

Honigwein, Met genannt, ist schon eine leckere Sache. Und im Grunde auch nicht ganz so schwer. Interessant wird es dann an der Stelle, an der die verschiedenen Geschmacksrichtungen ins Spiel kommen. Einfacher Honigmet sowie Holundermet haben ihre Prüfung schon bestanden, nun habe ich mich für eine gänzlich andere Variante entschieden. Im Altertum waren Gewürzweine angesagt, diese waren wegen des hohen Preises der Gewürze allerdings nur an den Höfen von Adligen und Königen zu finden. Gewürzweine kannten schon die Römer und galten als Heilmittel.

Gewürzmez - frisch geschüttelt

Gewürzmez – frisch geschüttelt – im Hintergrund die Variante Apfel-Holunder

Bei der Auswahl der Gewürze hatte ich im Internet recherchiert und mich dann für folgende Mischung entschieden: Nelken, Ingwer, Anis, schwarzen Pfeffer, Muskat und Zimt. Ist nicht ganz originalgetreu, aber dafür für mich persönlich interessant genug. Taillevent, Leibkoch Karls des V. schrieb sein Rezept mit Zimt, Gewürznelken Orangenblüten. Aber auch Rosenwasser und Majoran sind möglich.

Die weiteren Zutaten bestehen, wie bei Met teils üblich, aus: Waldblütenhonig, Apfelsaft naturtrüb, Wasser, Gärstarter (Hefe, Apfelsaft), Hefe-Nährsalz und etwas braunem Zucker.

Angesetzt hatte ich diesen bereits am 15.02.2015, allerdings ist der Gärprozess noch nicht abgeschlossen, wie mir Farbe und Schaumbildung es zeigen. Da tobt noch das Leben im Gebräu … Einen Monat bekommt er mindestens noch, in der Zwischenzeit wird die nächste Variante in Angriff genommen: Kräuter-Met.

Die „Zubereitung“ erkläre ich hier nicht noch einmal genauer, einerseits ist schon beim Honigwein/Met erklärt, andererseits gibt es bei Youtube sehr gute Anleitungen, wie zum Beispiel in den Videos vom Pfalz Winzer. Nur mit dem kleinen und feinen Unterschied, das bei dem Ansatz noch die Gewürze, im Mörser leicht zerstoßen, hinzugefügt werden. Prostn!

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Ein Kommentar zu Gewürzmet – selbst gemacht

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