Klassiker – Bauernfrühstück

Ein wohl sehr bekanntes und klassisches Gericht der deutschen Küche und auch ein günstiges, schmeckendes und einfaches noch dazu – das ist das Bauernfrühstück. Nein, darin sind im Normalfall keine gekochten oder gebratenen Bauern, wo kämen wir denn hin, wenn alle Bauern verspeist würden.

DSC_0108Die Zubereitung ist denkbar einfach und nebenbei räumen wir auch gleich mal mit 1-2 Vorurteilen auf. Das erste Vorurteil betrifft gleich die Hauptzutat: die Kartoffeln. Der allgemeine Gebrauch sagt, Kartoffeln schälen und kochen, abkühlen lassen und dann zu Bratkartoffeln verarbeiten. Wer sich die Arbeit machen mag – bitte. Es geht auch einfacher und unkomplizierter. Mit dem Punkt „schälen von Gemüse“ wurde ja bereits schon hier aufgeräumt, daher überspringen wir das auch. Der nächste Punkt, dass die Kartoffeln vorher gekocht sein müssen: Humbug. Der Kochvorgang zerstört viele Vitamine und Mineralien schon vor der eigentlichen Zubereitung, ausserdem werden diese Stoffe ausgeschwemmt und landen meist in der Kanalisation. Bratkartoffeln funktionieren auch mit rohen Kartoffeln. Wirklich! Gleich in Scheiben schneiden und fertig. So spart man Energie und Zeit.

Alternative Zubereitungsmöglichkeiten sind ebenfalls kein Problem. So kann das DSC_0109Bauernfrühstück ruhig etwas variiert werden, in diesem Fall wurden Champignons mit verwendet. Das wertet das Gericht ungemein auf. Weitere Gemüsesorten sind ebenfalls kein Problem. Ob nun Paprika, Lauch, Tomaten oder ….

Die Zubereitung ist, wie schon angedroht, relativ einfach. Die rohen Kartoffeln mit Schale in Scheiben schneiden, Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden, Champignons ebenfalls in Scheiben schneiden. Kartoffeln ca. 5 Minuten anbraten, dann Speck oder Schinken, Zwiebeln und Champignons hinzugeben. Vorsichtig schwenken. Mit Salz, Pfeffer aus der Mühle oder aus dem Mörser (Pfeffer im Mörser zerstoßen hat einen intensiveren Geschmack), etwas frischen oder getrockneten Majoran. Je nach Geschmack sind auch Knoblauch oder Muskat möglich.

DSC_0110Die Eier verquirlen – ohne Zugabe von Milch oder Sahne!!! – und hinzufügen, Pfanne vom Herd nehmen und abdecken. Die Resthitze reicht völlig aus, um das Ei in 5 Minuten stocken zu lassen. Vorsichtig wenden – Profis machen das wie mit Eierkuchen – und von der anderen Seite kurz anbraten. Fertig. Auf den Teller legen und eine Gewürzgurke dazu – fertig ist der Klassiker der deutschen Küche. Billig, einfach und schnell. In meinem Fall und mit meiner Geschwindigkeit waren es knapp 10 Minuten, aber 20 Minuten für „Amateure“ sind auch kein Problem und ohne Stress zu schaffen. Dazu 1-2 Gewürzgurken pro Person und Mahlzeit ist angesagt.

Anmerkung anbei: Warum viele Leute das Ei mit Milch, Sahne oder Kaffeesahne strecken müssen, ist sehr schleierhaft. Eine Verbesserung wird dadurch nicht erreicht, im Gegenteil, dass Ei verwässert und verliert sowohl Bindung als auch Geschmack. Ein Unsitte, die keine fundierte Bewandtnis hat und die man sich schnellstmöglich abgewöhnen kann. Guten Hunger!

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5 Kommentare zu Klassiker – Bauernfrühstück

  1. Claudia sagt:

    Das sind dann doch abef keine Bratkartoffeln mehr, sondern Schmorkartoffeln, hab ich jedenfalls so gelernt.

    • Dark-Lord sagt:

      Bla? Völlig egal. Bratkartoffeln funktionieren auch aus rohen Kartoffeln und basta. Ob das jemand anders nennt ist völlig wurscht.

  2. Samo sagt:

    Seh ich nicht so. Ist ja geschmaklich ein grosser Unterschied. Wenn ich mir ein Bauernfrühstück bestelle, dann erwarte ich das aus gekochten Kartoffeln, wenn es dann aus rohen ist, würde ich es zurückgeben.

  3. Pirandîl sagt:

    Habe das Gericht gestern mit rohen Kartoffeln gekocht und es hat vorzüglich geschmeckt, danke für den Tipp. Liebe Grüße, Pirandîl

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