Gewürzmischungen

Im Handel gibt es diverse Gewürzmischungen käuflich zu erwerben, für fast jede Zubereitungsform, fertig gemischt, meist auch günstig und für faule Hobbyköche auch ein gern genutztes Hilfsmittel. doch es geht immer noch besser und vor allem: günstiger.

Wir Köche sind auch stinkendfaul. Halt, stop – anders. wir sind nicht faul, wir vereinfachen uns gern die Arbeit. Statt in dutzende kleine Töpfchen zu greifen, drölfzig verschiedene Dosen an Gewürzen zu nutzen, haben findige Geister sich verschiedene Gewürzmischungen vorbereitet. Das vereinfacht das Arbeiten ungemein und spart viel Zeit. Gerade im a-la-card-Geschäft (Restaurant) ist es zum guten Ton einer Küche geworden, gut vorbereitet zu sein auf den hoffentlich stattfindenden Ansturm, auch gern „Der Bus ist da“ genannt. Würzen, abschmecken, salzen etc. tut der Koch grundsätzlich sowieso mit der Hand und nicht mit dem Gewürzstreuer. So entwickelt man für die Gewürze ein Fingerspitzengefühl und hat mit der Zeit den richtigen „Griff“ für die Menge.

Standard – Gewürzmischungen

DSC_0381 Das einfachste, effektivste und stilsichere Hilfsmittel ist die Salz-Pfeffer-Mischung. Die beiden, obgleich das eine ein Würzmittel und das andere ein Gewürz, werden am häufigsten in der Küche verwendet. Also, einfach 3 Teile Salz (in welcher Form auch immer) und 1 Teil Pfeffer kurz mischen, luftdicht verpacken und griffbereit halten. Spart den Griff in die verschiedenen Schalen. Ob nun körniges Salz und grob geschroteter Pfeffer, bunter Pfeffer, Meersalz, Steinsalz – das alles ist einerlei. Wichtig ist nur das Verhältnis 3 zu 1. Das ist die Grundmischung und diese kann dann nach Belieben erweitert werden. Wichtig dabei wäre zu erwähnen, das Gewürze, im Mörser von Hand zerkleinert, ein besseres und kräftigeres Aroma haben als Gewürze, die mit elektrischen hilfsmitteln geschreddert – aromatisch zerstört – werden. Handarbeit ist das A und das O für eine gute Küche. Deswegen ist ein Koch auch ein Handwerker und kein Maschinist.

Erweiterte Standard – Gewürzmischung

Die Salz- und Pfeffermischung kann dann nach DSC_0381Belieben erweitert werden um die Gewürze, die man ebenfalls häufig nutzt. Beliebt sind Paprika, Majoran (ein Würzkraut in dem Fall und getrocknet sollte es sein), Knoblauch (als Granulat) und Muskat. Muskat an sich ist ein Nervengift, doch bevor es als solches wirkt, müsste man schon 2 Nüsse komplett verputzen – was nie jemand wirklich schaffen kann und ebenfalls auch nicht tun würde. Passt immer noch für alle Braten, Suppen und Eintöpfe, Pfannengerichte und und und …

Spezielle Gewürzmischungen

Ob und inwiefern man sich diese überhaupt vorbereitet, hängt davon ab, ob man sie tatsächlich und oft nutzt. Gewürze verlieren nach einer gewissen Zeit ihr Aroma – das sollte jeder wissen. Wer zum Beispiel viel und gern mit Wild kocht, der ist bestens beraten, sich ein Wildgewürz zu mixen. Jeweils zu gleichen Teilen: bunter Pfeffer, Piment, Wacholder, Kümmel, Senkörner, Kardamomkapseln, Majoran getrocknet, Nelken, Zimt, braunen Zucker.

Natürlich kann die Variante nach Belieben verändert werden, das ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten. Alles in den Mörser geben und grob zerkleinern – so wirkt jedes Gewürz am besten. Und schon wird der nächste Hirschgulasch ein Gedicht und der Hobbykoch zum Held der Küche ernannt. Einfach ausprobieren, ein wenig experimentieren – so sind die besten Gerichte schon immer entstanden. Übrigens – ich persönlich stelle auf diesem weg meine Gewürzmischung her für meinen Gewürzmet. Nur dass ich in dem Fall das Salz weglasse …

Wer sich nicht traut zu experimentieren oder gerne Vorgaben nutzt, einfach im Internet nach der gewünschten Mischung suchen, es gibt für fast alles schon Vorlagen.

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2 Kommentare zu Gewürzmischungen

  1. Bettina sagt:

    Ein paar Fragen dazu: Warum sind von Hand gemörserte Gewürze aromatischer, das fand ich ja jetzt sehr spannend! Wenn man sich eine Gewürzmischung selber herstellt und etwas auf Vorrat aufhebt, was würden Sie empfehlen, wie lange man sie verwenden/stehen lassen kann, in einem Glas verschlossen?

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