Griessbrei

Eine der bekanntesten Süßspeisen neben dem Milchreis und Pudding ist der Grießbrei. Grund genug, sich damit einmal näher zu beschäftigen.

Herkunft / Herstellung :

In den meisten Fällen wird Grieß aus Weizen gewonnen, daher gehe ich nicht auf groß auf andere Möglichkeiten ein, auch, weil Alternativen nahezu unbekannt sind. Möglich ist quasi und fast jedes Getreide der Familie der Süßgräser. Der Grieß ist dabei nichts anderes als ein grobkörniges Mehl und wird durch eine gröbere Einstellung des Mahlwerks gemahlen. Mehl ist dabei ein „Nebenprodukt“ und wird ausgesiebt. Wenn wir also Grießbrei kochen, ist das im Grunde nichts anderes als Mehlsuppe mit sehr grobem Mehl. Grieß wird ebenfalls zur Herstellung von Nudeln (Zutaten Grieß und Wasser im Normalfall, gelegentlich auch mit Ei) verwendet. Ergo sind Nudeln auch nichts weiter als eine festere Form der Mehlsuppe.

Es gibt drei Mahlarten: fein, mittel und grob. Für Nudeln werden eher Letztere beide verwendet, für Grießbrei der feine. Wenden wir uns nun dem Grießbrei zu, auch hier kann allerlei passieren und falsch gemacht werden, auch wenn es ein eher einfaches Gericht ist.

semolina-826165_640Zubereitung :

Hier gibt es gleich einen Küchentipp für Anfänger und Fortgeschrittene. Wenn kein sogenannter doppelwandiger Topf verwendet wird, sondern nur ein einfacher, dann gibt es einen Trick, dass die Milch nicht anbrennt / ansetzt: Den Boden des Topfes mit Wasser bedecken und etwas Zucker hinzugeben, das Ganze einkochen lassen, bis nur noch sehr wenig Wasser vorhanden ist. Nun erst die Milch hinzugeben. Es gibt Leute, die schwören darauf, Küchenutensilien (wie Schneebesen, Kochlöffel) in den Topf zu stellen und diese „mitkochen“ zu lassen. Das ist Unsinn, doch manchmal hilft auch der Glaube daran.

Für Grießbrei ist das Verhältnis zwischen Milch und Grieß entscheidend für das Gelingen. Die Faustregel besagt ein Verhältnis von 1:10. Das heißt, 100 Gramm Grieß auf 1000 Milliliter Milch. 80-90 Gramm sind ebenfalls ausreichend, je nach gewünschter Konsistenz.

Die Milch wie bereits beschrieben aufkochen lassen und dann die Hitze sofort ausschalten sowie den Grieß rieselnd hinzugeben – unter ständigem rühren. Das vermeidet die gefürchtete Klümpchenbildung. Nun mit einer Prise Salz, etwas Vanillinzucker und Zucker abschmecken. Profis und Feinschmecker kratzen natürlich das Mark aus einer Vanilleschote und kochen Mark und schote mit der Milch zusammen auf.

Hausfrauen der älteren Generation haben gern Zitronenschale mitgekocht – das gibt dem Grießbrei durchaus eine frische Note. Zum Schluß 1-2 Butterflocken einführen. Der Grießbrei braucht ca. 15 Minuten zum Quellen, es sollte während dieser Zeit öfter gerührt werden. Wichtig ist nur, dass die Hitzezufuhr minimiert wurde. Beim Gasherd und Induktionsherd auf kleinste Flamme, beim einfachen E-Herd reicht die Restwärme der Herdplatte.

Umfüllen und mit Zimtzucker sowie Früchten, Fruchtragouts oder Fruchtsaucen genießen.

Dieser Beitrag wurde unter Alltäglich, Aus dem Topf, Thematisiert, Tipps & Tricks, Vegan/Vegetarisch abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Griessbrei

  1. Pirandîl sagt:

    Ich lese es und bekomme sofort Lust darauf, vielen Dank für dieses Rezept. Liebe Grüße, Pirandîl

    • Dark-Lord sagt:

      Na guck mal schau, man dankt. Also man bin ich, glaube ich. Aber das erinnert mich gerade daran, dass ich mal die Tipps und Tricks in Angriff nehmen wollte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.