InterNorga – die bunte Welt der Gastronomie

Einmal jährlich findet sie statt, die Fachmesse für Gastronomie, Hotelerie und mit allem drum und dran. Technik, Zubehör und Produkte, hier findet das interessierte Küchenherz tatsächlich etwas.

Auch wenn der größte Teil der Messe aus Fach-Chinesisch, Technik und der gigantischen Auswahl von Fertigprodukten besteht, findet sich die eine oder andere Alternative, die durchaus Interesse zu wecken vermag. Der rote Riese – ich urteile mal frei ohne Markennamen – ein Getränkehersteller, der Zuckerwasser früher mit Koks versetzte, woraus auch der betreffende Name stammte, aber immer noch weltweit größter Limonaden-Produzent und Verkäufer, bekommt immer mehr Feuer. Feuer in Form von kleiner Konkurrenz, von alternativen Getränkeproduzenten, die sich der Aufgabe verschrieben haben, bessere Getränke zu vertreiben. Dabei bleibt immer noch das beste Getränk jenes aus der eigenen Herstellung. Und das kann wirklich jeder.

Ein Großteil des Messegeländes wird dominiert von Technik und Maschinen. Klar, wer möchte schon 50.000 Besteckteile am Tag von Hand abwaschen und polieren? Dafür gibt es die Spülmaschine und die dazugehörige Poliermaschine. Und bevor man überhaupt zum Besteck greift, wird der intelligente Ofen benutzt, der wirklich alles kann – auch für den Koch mitdenken. Die Zukunft der Küche ist eine Zukunft ohne Fachkräfte. Denn diese tummeln sich nicht mehr an dem Ort, an dem sie ausgebildet wurden, sondern an dem Ort, an dem das große Geld zu holen ist, wo wirklich man das verdient, was man verdient: bei den Herstellern von Technik und Lebensmitteln.

Der Trend in der Gastronomie ist und bleibt – das Fertigprodukt. Mit einer langen Liste von Inhalts- und Zusatzstoffen. Obgleich eine geringe Abweichung, eine leichte Kehrtwende sichtbar wird. eine Kehrtwende hin zu Produkten, deren Liste von Inhalts- und Zusatzstoffen nicht mehr ganz so lang ist. Aber immer noch weit weg weg von der natürlichen Basis. Also bleibt das Fazit wie nach jedem Besuch dieser Messe: selber kochen, das weiß man, was schmeckt und vor allem, was darin steckt.

Abseits von Technik und Produkten sind nur noch jene Stände interessant, die Einrichtung und Ausstattung präsentieren. Zubehör in allen Formen und Farben, es gibt nichts, was es nicht gibt. Doch wofür diese Messe wirklich gut ist: sich Anregungen und Ideen zu holen. Der wer wie ich eher der klassischen Kochkunst mit eher traditionellen Gerichten verschrieben ist, der bleibt lieber zu Hause und bei Omas Kochbuch.

Persönliches Fazit nach einem harten, achtstündigen Tag: eine interessante Newcomer-Area, das Geschirr im Trend der Zeit sieht immer noch so blöd aus wie vor 10 Jahren bei dem letzten Besuch – von Ausnahmen ist natürlich abzusehen – und die Produktion von Food & Drinks bleibt weiter in der Hand von wenigen großen Konzernen. Der heimische Herd und das Wissen der Altvorderen bleiben einfach unersetzbar.

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